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86 Prozent der Deutschen hält Einführung des gesetzlichen Mindestlohn für richtig

DGB

Befürwortung oder Ablehnung?

Befürwortung oder Ablehnung?

Befürwortung oder Ablehnung?
(Parteianhänger)

Befürwortung oder Ablehnung? (Parteianhänger)

Mindestlohn und Teuerungen

Mindestlohn und Teuerungen

Mindestlohn und Wegfall staatlicher Unterstützung

Mindestlohn und Wegfall staatlicher Unterstützung

Betroffenheit von Maßnahmen, die den 
Mindestlohn umgehen sollen

Betroffenheit von Maßnahmen, die den Mindestlohn umgehen sollen

Die große Mehrheit der Deutschen (86 Prozent) hält die Einführung des von der Bundesregierung beschlossenen gesetzlichen Mindestlohnes grundsätzlich für richtig. Die aktuelle Zustimmungsrate entspricht der, die auch bei der Umfrage im Mai 2014 – also etwas mehr als ein halbes Jahr vor dem Inkrafttreten des Gesetzes – gemessen wurde. Nur etwa jeder zehnte Deutsche (12 Prozent) lehnt den Mindestlohn gegenwärtig ab.  

Bei den Anhängern der SPD (94 Prozent), der Linken (92 Prozent) und der Grünen (91 Prozent) fallen die Zustimmungsraten überdurchschnittlich hoch aus, Anhänger der Union stimmen dagegen in geringerem Maße zu (79 Prozent). Bei den Anhängern von AfD (64 Prozent) und FDP (63 Prozent) liegt die Zustimmungsrate jeweils bei zwei Dritteln.  

Das im Vorfeld der Mindestlohneinführung in der Öffentlichkeit diskutierte Szenario, der Mindestlohn würde zu Teuerungen bei einigen Produkten und Dienstleistungen führen, ist für die Befürworter des Mindestlohns kaum relevant: Wer den Mindestlohn grundsätzlich für richtig hält, spricht sich für ihn auch bei möglicherweise eintretenden Teuerungen aus (94 Prozent).   

Drei von vier der Befragten (77 Prozent) sehen einen Vorteil des Mindestlohns darin, dass durch ihn viele der bisherigen Beschäftigten, die ihr Einkommen durch Hartz IV-Bezüge aufstocken mussten, nicht mehr auf staatliche  Unterstützung angewiesen sind.

Im Zuge der Mindestlohn-Einführung war die Befürchtung laut geworden, Arbeitgeber würden dann teilweise versuchen, die Zahlung des Mindestlohns zu umgehen. Nach rund zwei Monaten Laufzeit des Gesetzes liefert die aktuelle Befragung Anhaltspunkte, dass diese Befürchtung Realität wird: Fast jeder fünfte Befragte (18 Prozent) gibt Erfahrungen mit solchen Arbeitgeberversuchen an – von eigener Betroffenheit sprechen 3 Prozent, auf Betroffene im Bekanntenkreis verweisen 15 Prozent.  

Studieninformation
Grundgesamtheit

Wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren

Stichprobe

Repräsentative Zufallsauswahl/Randomstichprobe

Erhebungsverfahren

Computergestützte Telefoninterviews (CATI)

Fallzahl

1.028 Befragte

Erhebungszeitraum

21. bis 25. Februar 2015

Schwankungsbreite

1,4* bis 3,1** Prozentpunkte
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%

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