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Stabilität kennzeichnet weiterhin die deutsch-französischen Beziehungen

Saarländischer Rundfunk

Auftraggeber: Saarländischer Rundfunk

Stabilität kennzeichnet weiterhin die deutsch-französischen Beziehungen

Aus Sicht der Bürger in Deutschland und in Frankreich zeichnet sich das Verhältnis der Nachbarländer weiterhin durch Stabilität aus. Sowohl eine Mehrheit der deutschen (64 Prozent) als auch der französischen Wahlberechtigten (61 Prozent) bewertet die Beziehungen überwiegend als unverändert. Etwa gleich viele Deutsche bzw. Franzosen (17 bzw. 15 Prozent) sind der Meinung, dass sich das Verhältnis zwischen den beiden größten Ländern der Eurozone verbessert hat. Eine Verschlechterung stellen in Deutschland 14 Prozent und in Frankreich 17 Prozent der jeweiligen Bevölkerung fest.

 

Positive Ansichten über den Nachbarn dominieren

Das Ansehen Deutschlands und Frankreichs ist im jeweiligen Nachbarland von großer gegenseitiger Sympathie geprägt. 85 Prozent der Deutschen halten den französischen Nachbarn für sympathisch, umgekehrt sind es drei Viertel (74 Prozent). In ähnlich hohem Maße sehen die Franzosen Deutschland als ein innovatives Land an (73 Prozent), wohingegen lediglich 54 Prozent der Deutschen den französischen Nachbarn als innovativ bezeichnen (54 Prozent). Im Hinblick auf die Vertretung der eigenen Interessen schätzen die Franzosen die Deutschen (71 Prozent) als merklich egoistischer ein als dies umgekehrt der Fall ist (59 Prozent).

Vor dem Hintergrund des recht positiven Images Deutschlands bei den Franzosen ist auch die Bewertung der deutschen Bundeskanzlerin im Nachbarland überwiegend wohlwollend: 61 Prozent sind mit der politischen Arbeit Angela Merkels sehr zufrieden bzw. zufrieden. Demgegenüber bewerten lediglich 38 Prozent der Deutschen den französischen Präsidenten Francois Hollande positiv.

 

Geteiltes Meinungsbild in der Bevölkerung zum Umgang mit Regierungen, die Presse- und Meinungsfreiheit behindern

Beim Umgang mit EU-Ländern, deren Regierung die Presse- und Meinungsfreiheit behindern, ist das Meinungsbild geteilt: Rund die Hälfte der deutschen (51 Prozent) und der französischen Bevölkerung (52 Prozent) spricht sich für die Einschränkung der Zusammenarbeit mit solchen Ländern aus. Im Gegensatz dazu lehnen 45 Prozent der Deutschen und 42 Prozent der Franzosen solche Maßnahmen ab.

 

Deutliche Mehrheit fordert engere Zusammenarbeit der EU-Mitgliedsländer

In beiden Ländern wünscht sich eine große Mehrheit der Bevölkerung eine vertiefte europäische Zusammenarbeit (83 Prozent in Deutschland, 77 Prozent in Frankreich). Eine gemeinsame Wirtschafts-und Finanzpolitik findet sowohl in Deutschland (70 Prozent) als auch in Frankreich (70 Prozent) großen Zuspruch. Die Wiedereinführung nationaler Währungen lehnen sieben von zehn Deutschen (71 Prozent) und zwei Drittel der französischen Bevölkerung (66 Prozent) ab. Weitgehend einig sind sich die Deutschen und die Franzosen hinsichtlich der Frage, ob die Zuwanderung nach Europa begrenzt werden sollte: 57 Prozent der Deutschen und 52 Prozent der Franzosen halten das für notwendig. Uneinigkeit besteht indes bei der Frage, ob innerhalb der EU wieder dauerhafte Grenzkontrollen eingeführt werden sollen: Während eine Mehrheit der Deutschen (58 Prozent) dies ablehnt, sprechen sich zwei Drittel der Franzosen (66 Prozent) für die Wiedereinführung von Grenzkontrollen aus.


Studieninformation

Grundgesamtheit:Wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland und Frankreich ab 18 Jahren

Stichprobe:Deutschland: Repräsentative Zufallsauswahl (Random-Stichprobe)
Frankreich: Repräsentative Quotenauswahl (Quoten-Stichprobe)

Erhebungsverfahren:Telefoninterviews (CATI)

Fallzahl:Deutschland: 1.000 Befragte
Frankreich: 976 Befragte

Erhebungszeitraum:Deutschland: 18., 20. und 22. Juni 2016
Frankreich: 16. bis 18. Juni 2016

Schwankungsbreite:1,4* bis 3,1** Prozentpunkte
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%

Durchführendes Institut:Deutschland: infratest dimap
Frankreich: TNS Sofres