BayernTREND Oktober 2026

Repräsentative Studie im Auftrag des BR

Sonntagsfrage Landtagswahl: CSU schwächer, AfD mit Rekordwert

Die aktuelle Schwäche der Union im Bund hinterlässt Spuren auch in Bayern. Wäre bereits am kommenden Sonntag Landtagswahl, käme die CSU auf 36 Prozent, ein Minus von drei Punkten im Vergleich zu Januar 2026. Die CSU läge damit knapp hinter ihrem Landtagswahlergebnis vom Oktober 2023 (37,0 Prozent). Die Freien Wähler verharren bei 9 Prozent, sie würden damit ihr Landtagswahlergebnis (15,8 Prozent) weiter deutlich verfehlen. 

Die AfD legt in der Sonntagsfrage gegenüber Januar zu. Sie könnte ihren Stimmenanteil auf 21 Prozent ausbauen (+2) – ein neuer Rekordwert im BayernTREND. Die Grünen verbessern sich ebenfalls: Sie könnten aktuell mit 15 Prozent (+2) rechnen, ihrem besten Sonntagsfragenwert in der laufenden Legislaturperiode. Die SPD liegt wie Anfang 2026 bei 8 Prozent, die Linke leicht verbessert bei 4 Prozent (+1). Alle übrigen Parteien kämen zusammen auf 7 Prozent.

Politikerzufriedenheit: Söder und Aiwanger bleiben Bayerns beliebteste Politiker 

CSU-Ministerpräsident Markus Söder und Hubert Aiwanger von den Freien Wählern führen die Liste der populärsten Landespolitiker im Freistaat weiterhin an. Mit der Arbeit des Ministerpräsidenten ist wie im Januar knapp die Hälfte der Bevölkerung (48 Prozent; -1 zu Januar 2026) zufrieden, ähnlich viele (49 Prozent) kommen zu einem kritischen Urteil. Wirtschaftsminister Aiwanger stellen aktuell 40 Prozent (+/-0) ein positives Zeugnis aus, knapp jeder Zweite äußert Kritik. Beide verzeichneten vor der letzten Landtagswahl im Oktober 2023 höhere Sympathiewerte. 

Auf die beiden Koalitionsspitzen folgen Klaus Holetschek mit einem Zuspruch von unverändert 33 Prozent sowie die Grünen-Fraktionsvorsitzende Katharina Schulze, die sich gegenüber Januar deutlich verbessert (31 Prozent; +6) und zum CSU-Fraktionsvorsitzenden aufschließen kann. Dem Fraktionsvorsitzenden der Freien Wähler, Florian Streibl, stellen 17 Prozent ein gutes Zeugnis aus, zwei Drittel trauen sich aber kein Urteil über ihn zu. AfD-Fraktionschefin Katrin Ebner-Steiner findet mit ihrer Arbeit bei 11 Prozent (+2) Anerkennung, auch sie ist aber gut sechs von zehn Bayern kein Begriff. Ein noch größeres Bekanntheitsdefizit hat Holger Grießhammer, der die SPD-Landtagsfraktion seit Sommer 2024 führt. Nur knapp jeder Vierte vermag den Sozialdemokraten derzeit überhaupt zu beurteilen; bei denjenigen, die sich ein Urteil zutrauen, überwiegt die Kritik (8:15 Prozent). Ähnliches gilt für den Co-Fraktionsvorsitzenden der AfD, Ulrich Singer (9:12 Prozent).

Von den drei CSU-Bundesministern erhält Alexander Dobrindt die größte Zustimmung. Mit der Arbeit des Bundesinnenministers sind 35 Prozent im Freistaat zufrieden, knapp die Hälfte übt Kritik (47 Prozent). Bundesforschungsministerin Dorothee Bär bekommt von einem Viertel der Bayern gute Noten (26 Prozent), auch bei ihr überwiegt das kritische Urteil (38 Prozent). Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer ist in Bayern nur wenigen bekannt. Sieben von zehn (71 Prozent) kennen den CSU-Politiker nicht bzw. können ihn nicht beurteilen. Unter denen, die sich ein Urteil erlauben, überwiegt die Kritik (12:17 Prozent). 

Ärztlicher Versorgung: weniger positive Sicht im ländlichen Raum 

Die ärztliche Versorgung in den bayerischen Städten und Gemeinden wird von der bayerischen Bevölkerung überwiegend positiv bewertet. Sieben von zehn Wahlberechtigten (72 Prozent) sind sehr zufrieden (23 Prozent) oder zufrieden (49 Prozent) mit dem medizinischen Angebot vor Ort. Ein gutes Viertel (27 Prozent) äußert sich kritisch. 

Allerdings zeigen sich Unterschiede zwischen Stadt und Land. In kleineren bayerischen Gemeinden (69 Prozent) und kleineren sowie mittelgroßen Städten (68 Prozent) sind jeweils gut zwei Drittel mit der ärztlichen Versorgung sehr zufrieden bzw. zufrieden. Die Beurteilung der medizinischen Versorgung fällt in den bayerischen Großstädten mit 80 Prozent aber deutlich positiver aus. 

Bayern

Sonntagsfrage

Übersicht & Zeitverlauf

Studieninformation
Grundgesamtheit

Wahlberechtigte in Bayern

Erhebungsmethode

Zufallsbasierte Telefon- und Online-Befragung

Fallzahl

1.207 Befragte
(708 Telefoninterviews und 499 Online-Interviews)

Erhebungszeitraum

12. bis 17. Oktober 2026

Schwankungsbreite

2 Prozentpunkte bei einem Anteilswert von 10 Prozent
3 Prozentpunkte bei einem Anteilswert von 50 Prozent

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