HamburgTREND März 2026

Repräsentative Studie im Auftrag des NDR

Senatszufriedenheit gegenüber Februar 2025 gesunken
Vor etwa einem Jahr fand in Hamburg die letzte Bürgerschaftswahl statt. Die SPD unter Bürgermeister Peter Tschentscher blieb mit 33,5 Prozent der Landesstimmen mit großem Vorsprung stärkste Kraft, büßte jedoch Stimmenanteile ein und musste sich mit ihrem zweitschlechtesten Bürgerschaftswahlergebnis zufriedengeben. Die CDU steigerte sich auf 19,8 Prozent und zog damit knapp an den Grünen vorbei, die auf 18,5 Prozent kamen. Erstmals zweistellig in Hamburg schloss die Linke mit 11,2 Prozent ab, während die AfD auf 7,5 Prozent kam. Die FDP blieb mit 2,3 Prozent deutlich unter der Mandatsschwelle wie auch alle übrigen Parteien.
Auch wenn SPD und Grüne im März 2025 an Wählerunterstützung einbüßten, konnten sie ihre Senatsarbeit in Hamburg nach der Bürgerschaftswahl fortsetzen. Anfang Mai nahm das alte neue Regierungsbündnis seine Arbeit auf. Zehn Monate später zieht gut die Hälfte (52 Prozent; -9) der Hamburger Wahlberechtigten, darunter die große Mehrheit der SPD- und Grünen-Anhänger, eine positive Bilanz, weniger als im unmittelbaren Vorfeld der Bürgerschaftswahl. Vier von zehn Hamburgern (42 Prozent; +8) äußern sich unzufrieden. Kritik an der Arbeit der Hamburger Landesregierung kommt von den Anhängern der CDU, vor allem aber aus den Reihen der AfD. Die Anhänger der Linken (48:45 Prozent) sind in ihrem aktuellen Urteil gespalten.


Sonntagsfrage: SPD mit Einbußen, Grüne und AfD besser als 2025
Die Wahlpräferenzen der Hamburger haben sich seit vergangenem März nicht wesentlich geändert. Die SPD hätte bei einer aktuellen Bürgerschaftswahl 30 Prozent in Aussicht, die mit ihnen regieren-den Grünen könnten mit 20 Prozent rechnen. Während die Sozialdemokraten ihr Ergebnis vom vergangenen März (33,5 Prozent) leicht verfehlen würden, lägen die Grünen etwas besser als zuletzt (18,5 Prozent). Sie könnten zugleich zur CDU aufschließen, die mit ebenfalls 20 Prozent ihr Unterstützungsniveau der Bürgerschaftswahl (19,8 Prozent) faktisch halten würde. Die Linke würde mit 12 Prozent ihr Bürgerschaftswahlergebnis (11,2 Prozent) etwa bestätigen, die AfD läge mit 10 Prozent besser als vor gut einem Jahr (7,5 Prozent). Alle übrigen Parteien kämen zusammen auf 8 Prozent.   

Außerdem im aktuellen HamburgTREND:

  • Wirtschaftliche Stimmung leicht eingetrübt
  • Olympia-Bewerbung: Skepsis überwiegt

Hamburg

Sonntagsfrage

Übersicht & Zeitverlauf

Studieninformation
Grundgesamtheit

Wahlberechtigte in Hamburg

Erhebungsmethode

Zufallsbasierte Telefon- und Online-Befragung

Fallzahl

1.152 Befragte
(676 Telefoninterviews und 476 Online-Interviews)

Erhebungszeitraum

19. März bis 23. März 2026

Schwankungsbreite

2 Prozentpunkte bei einem Anteilswert von 10%
3 Prozentpunkte bei einem Anteilswert von 50%

© infratest dimap

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