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Globale Krisen: Starke EU gewünscht, Zweifel an aktueller Schutzkraft

Karlspreis-Stiftung

Die Deutschen betrachten die Europäische Union in einer vermehrt von Großmächten geprägten krisenhaften Weltordnung als unverzichtbar: Acht von zehn Bundesbürgern (82 Prozent) sehen in einer starken Europäischen Union eine zentrale Voraussetzung, um gegen Russland, China und den USA bestehen zu können. Eine Position, die von allen relevanten Partei-Lagern mehrheitlich geteilt wird, auch von den traditionell EU-skeptischen politischen Rändern.  

Dahinter deutlich zurück steht die Einschätzung zu den gegenwärtigen Fähigkeiten der Europäischen Union, eine derartige Rolle in der globalen Problemumgebung auch auszufüllen zu können. So gilt die EU derzeit nur für knapp jeden zweiten Bundesbürger (48 Prozent) als besonderer Schutzgarant in krisenhaften Zeiten, vier von zehn (41 Prozent) nehmen sie nicht als einen solchen wahr. Die Bewertung der Krisen-Schutzkraft der Europäischen Union verläuft sichtbarer entlang parteipolitischer Linien. Während die Wähler der AfD mehrheitlich Zweifel (69 Prozent) anmelden, überwiegt in den Reihen der übrigen Bundestagsparteien, angeführt von den Wählern der Grünen (81 Prozent), eine positive Wahrnehmung.

Studieninformation
Grundgesamtheit

Wahlberechtigte in Deutschland

Erhebungsmethode

Zufallsbasierte Telefon- und Online-Befragung

Fallzahl

04. bis 06. Mai 2026

Erhebungszeitraum

1.303 Befragte (777 Telefoninterviews und 526 Online-Interviews)

Schwankungsbreite

2 Prozentpunkte bei einem Anteilswert von 10 Prozent
3 Prozentpunkte bei einem Anteilswert von 50 Prozent

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