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Rückläufige religiöse Bindung der Bundesbürger

WDR - Einstellungen zu Glaube und Ostern

Deutschland erlebt seit längerem einen Bedeutungsverlust der Kirchen wie der dramatische Rückgang der Kirchenmitgliedschaften belegt. Mit der kirchlichen ist auch die religiöse Bindung der Bundesbürger rückläufig. So weisen nur drei von zehn Bundesbürgern Religion oder Glaube gegenwärtig eine größere Bedeutung für das eigene Leben zu, nach 37 Prozent noch vor acht Jahren. Gut zwei Drittel der Deutschen geben stattdessen an, dass Religiosität und Glaube nur eine geringe oder keine Rolle für die eigene Lebensführung spielen. Damit verbunden ist eine veränderte Sicht auch auf christliche Feiertage wie das Osterfest. Galt Ostern Ende der 2000er Jahre noch für vier von zehn in erster Linie als religiöses Fest, trifft dies eineinhalb Jahrzehnte später nur noch auf knapp drei von zehn Deutschen zu. Hinter diesen Veränderungen stehen deutliche generative Verschiebungen. Während 40 Prozent der über 65-Jährigen die Osterfeieretage vor allem als religiöses Fest verstehen, sind es bei den unter 35-Jährigen nur noch halb so viele.  

Studieninformation
Grundgesamtheit

Wahlberechtigte in Deutschland

Erhebungsmethode

Zufallsbasierte Telefon- (davon 60 Prozent Festnetz, 40 Prozent Mobilfunk) und Online-Befragung

Fallzahl

1.334 Befragte
(792 Telefoninterviews und 542 Online-Interviews)

Erhebungszeitraum

31. März bis 02. April 2025

Schwankungsbreite

2 Prozentpunkte bei einem Anteilswert von 10 Prozent
3 Prozentpunkte bei einem Anteilswert von 50 Prozent

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