80 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges sind die Bundesbürger in Sorge vor einem neuen großen Krieg in Europa. Vor elf Jahren waren es nicht einmal drei von zehn. Die russische Aggression gegen die Ukraine hat entsprechende Befürchtungen bei den Deutschen massiv anschwellen lassen. Ihre aktuellen Kriegsängste sind zwar nicht so groß wie unmittelbar mit Beginn des Ukraine-Krieges im Frühjahr 2022. Immerhin mehr als jeder zweite Bundesbürger drückt aber auch drei Jahre nach Kriegsausbruch weiterhin seine Sorge vor einem umfassenderen militärischen Konflikt in Europa aus.
Die Sorge der Deutschen vor einer größeren bewaffneten Auseinandersetzung in Europa geht einher mit deutlichem Misstrauen gegenüber dem militärischen Beistandsversprechen der USA bei einer gleichzeitig nur geringen eigenen Bereitschaft, Deutschland im Ernstfall zu verteidigen. Auf militärischen Schutz seitens der USA vertraut gegenwärtig nur jeder Vierte, zwei Drittel bleiben skeptisch. Zugleich ist die Wehrbereitschaft unter den Deutschen gering. Lediglich jeder dritte Mann und nur jede sechste Frau unter 35 Jahren signalisiert, Deutschland im Falle eines Angriffs als Soldat mit der Waffe verteidigen zu wollen. Von den Bundesbürgern insgesamt deutet jeder Vierte eine entsprechende Bereitschaft an.






