BayernTREND November 2024
Repräsentative Studie im Auftrag des BR
Sonntagsfrage Bundestagswahl: CSU und AfD mit Aussicht auf deutliche Zugewinne
Als Termin für die vorgezogene Bundestagswahl wird gegenwärtig mit dem 23. Februar geplant. Bei einem Wahlgang bereits zum jetzigen Zeitpunkt hätten in Bayern CSU und AfD Aussicht auf jeweils deutliche Zugewinne. Die CSU könnte mit 45 Prozent rechnen nach 31,7 Prozent zur letzten Bundestagswahl. Die AfD könnte ihr bayerisches Ergebnis von 2021 (9,0 Prozent) mit 17 Prozent nahezu verdoppeln und würde damit vom fünften auf den zweiten Rang vorrücken.
Die Grünen würden mit derzeit 13 Prozent in Bayern zumindest in die Nähe ihres letzten Bundestagswahlergebnisses rücken (2021: 14,1 Prozent). Dagegen blieben SPD und FDP deutlich hinter ihrem Abschneiden von vor gut drei Jahren zurück: Der SPD-Wählerrückhalt wäre mit aktuell 9 Prozent nur noch halb so hoch wie 2021 (18,0 Prozent). Die FDP hätte lediglich 3 Prozent in Aussicht, nachdem sie zuletzt noch zweistellig abgeschnitten (10,5 Prozent) hatte. Ebenfalls auf Verluste gegenüber 2021 (7,5 Prozent) müssten sich im Freistaat die Freien Wähler einstellen. Sie liegen bei derzeit 4 Prozent. Das BSW hätte in Bayern momentan 3 Prozent in Aussicht. Alle übrigen Parteien kämen zusammengenommen auf einen Stimmenanteil von 6 Prozent.
Kompetenzvorsprung der Union
Die CSU profitiert in der aktuellen Stimmungslage davon, dass der Union mit Abstand das meiste Vertrauen bei der Lösung der für Deutschland wichtigsten Aufgaben zugewiesen wird. Fast vier von zehn bayerischen Wahlberechtigten (37 Prozent) setzen hier auf die Unions-Parteien. Die AfD überzeugt diesbezüglich 10 Prozent, die Partei der Grünen 9 Prozent der Wahlberechtigten, während von 7 Prozent der bayerischen Wahlberechtigten am ehesten der SPD die Lösung bestehender bundespolitischer Herausforderungen zugetraut wird. 2 Prozent verbinden beim Angang der wichtigsten Aufgaben im Bund derzeit Kompetenzen mit den Liberalen. Immerhin gut jeder Vierte (27 Prozent) im Freistaat sieht derzeit allerdings bei keiner Partei ein überzeugendes Lösungsangebot für die drängendsten Aufgaben.
Wichtigste Probleme: Wirtschaft, Zuwanderung, außenpolitische Krisen
Die durch die deutsche Politik anzugehenden Aufgaben sind aus Sicht der Wahlberechtigten deutlich andere als zur letzten Bundestagswahl. Der Stellenwert von wirtschafts- und außenpolitischen Fragen hat auf der Problemagenda der bayerischen Bürgerinnen und Bürger gegenüber 2021 massiv zu-, das Gewicht des Umwelt- und Klimaschutzes dagegen markant abgenommen. Gefragt nach den aktuell wichtigsten politischen Problemen für die deutsche Politik benennen im Freistaat 37 Prozent die Lage der Wirtschaft (+27 zu 2021), ein Viertel die Zuwanderung (26 Prozent; +5) und jeder Fünfte die außenpolitische Gesamtsituation (20 Prozent; +18). Den Umwelt- und Klimaschutz, der die Problemsicht der Bayern zur letzten Bundestagswahl deutlich prägte, erachten derzeit nur 16 Prozent (-28) als vordringlich. Soziale Aspekte stehen für 12 Prozent (-7) im Vordergrund.
Außerdem im aktuellen BayernTREND:
- Gedrückte Grundstimmung
- Mäßige Noten für Kanzlerkandidaten: Merz und Habeck noch am besten bewertet
Wahlberechtigte zur Bundestagswahl in Bayern
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20. bis 25. November 2024
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