BerlinTREND Juli 2026
Repräsentative Studie im Auftrag des rbb
Sonntagsfrage: Enge Kräfteverhältnisse mit leichten Vorteilen für Linke und Grüne
Die Ausgangssituation vor der im September stattfindenden Abgeordnetenhauswahl ist weiterhin geprägt von geringem Vertrauen in den regierenden Senat, einem wenig populären Bürgermeister, kaum bekannten Herausforderern sowie der Aussicht auf enge und unübersichtliche politische Kräfteverhältnisse. Nur 16 Prozent der Berliner Wahlberechtigten (-1 zu April) sind aktuell mit den schwarz-roten Senatsleistungen zufrieden. Mit einem Zuspruch von 18 Prozent (+1) wird der Regierende Bürgermeister Kai Wegner schlechter bewertet als seine Amtsvorgänger an der Spree. Zugleich sind die Spitzenkandidaten von SPD, Linken, Grünen und AfD auch 11 Wochen vor dem Wahlgang jeweils der Mehrheit in der Hauptstadt nicht bekannt.
In der aktuellen Sonntagsfrage bewegen sich weiterhin vier Parteien auf ähnlichen Unterstützungsniveaus mit jeweils hauchdünnen Abständen. Bei einer Abgeordnetenhauswahl zum jetzigen Zeitpunkt käme die Linke auf 20 Prozent, die Partei der Grünen auf 19 Prozent, die AfD auf 18 Prozent und die CDU auf 17 Prozent. Während Linke (+2) und Grüne (+1) gegenüber der letzten Erhebung im April zulegen und die AfD unverändert liegt, gibt der Rückhalt für die CDU (-2) nach. Auch der CDU-Senatspartner SPD verliert leicht und käme auf 13 Prozent (-1). Alle übrigen Parteien blieben von der Mandatsschwelle deutlich entfernt, darunter mit jeweils unverändert 3 Prozent BSW und FDP.
Rechnerisch nötig wären bei einem solchen Wahlausgang für die Senatsbildung Drei-Parteien-Bündnisse, eine Fortführung des schwarz-roten Senatsbündnisses wäre ausgeschlossen. Die Hauptaufgabe für die aktuellen und künftigen landespolitischen Verantwortlichen machen die Berlinerinnen und Berliner weiterhin beim Wohnen aus. An zweiter Stelle steht auf ihrer Problemagenda der Zustand der Verkehrsinfrastruktur in der Stadt.
Wahlberechtigte in Berlin
Zufallsbasierte Telefon- und Online-Befragung
1.165 Befragte (684 Telefoninterviews und 481 Online-Interviews)
25. bis 29. Juni 2026
2 Prozentpunkte bei einem Anteilswert von 10%
3 Prozentpunkte bei einem Anteilswert von 50%
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