NiedersachsenTREND November 2024
Repräsentative Studie im Auftrag des NDR
Wichtigste Probleme: Wirtschaftsthemen gewinnen an Stellenwert
Die nicht abreißenden Negativ-Nachrichten auch aus der niedersächsischen Wirtschaft hinterlassen in der Problemsicht der Bürgerinnen und Bürger deutliche Spuren. Auf die offene Frage nach den wichtigsten Problemen im Bundesland nennen 29 Prozent der Wahlberechtigten ( +12) und damit fast doppelt so viele wie vor einem Jahr die Lage der Wirtschaft. Weitere 11 Prozent thematisieren konkret die derzeitige Krise bei Volkswagen, 8 Prozent (+1) die Situation am Arbeitsmarkt.
Migrationsfragen gelten zwar immer noch einem guten Viertel als das derzeit drängendste Problem, doch haben sie im Vergleich zum vergangenen Jahr deutlich an Relevanz eingebüßt (27 Prozent; -20). Kaum verändert problematisiert ein Fünftel (20 Prozent; -2) in Niedersachsen Schul- und Bildungsthemen. Gegenüber Schul- und Bildungsfragen sind Aspekte des Umwelt- und Klimaschutzes mit unverändert 10 Prozent (+/-0) nur halb so vielen Wahlberechtigten im Bundesland wichtig.
Schlechtere Bewertung der Wirtschaftslage, gedrückte Grundstimmung
Die sichtbare Ökonomisierung der Problemagenda der niedersächsischen Wahlberechtigten geht einher mit einer deutlich eingetrübten wirtschaftlichen Stimmung im Bundesland. Bezeichnete vor einem Jahr bereits gut die Hälfte der Wahlberechtigten die Lage der Wirtschaft in Niedersachsen als weniger gut bzw. schlecht, sind es nunmehr zwei Drittel (65 Prozent; +10). Nur 30 Prozent (-10) äußern sich momentan positiv, nach 40 Prozent im vergangenen Herbst. Kritischere Urteile zur wirtschaftlichen Situation als derzeit wurden im NiedersachsenTREND zuletzt Anfang der 2000er Jahre gemessen. Entsprechend gedrückt fällt in Niedersachsen gegenwärtig auch die Grundstimmung der Bürgerinnen und Bürger aus. Sieben von zehn (71 Prozent; +13 zu November 2023) sehen in den Verhältnissen vor Ort Anlass zur Beunruhigung, nur knapp jeder Vierte (23 Prozent; -10) blickt gegenwärtig mit Zuversicht auf die Lage im Bundesland.
VW-Krisenmaßnahmen: Gehaltskürzungen zumutbar, Landesregierung soll Werksschließungen verhindern
Als Reaktion auf die schwierige wirtschaftliche Situation bei Volkswagen wurden vom Vorstand des Automobilherstellers für die deutschen Standorte unter anderem Gehaltskürzungen für alle Mitarbeiter ins Gespräch gebracht. Sechs von zehn Wahlberechtigten (62 Prozent) halten einen solchen Schritt für zumutbar, drei von zehn (29 Prozent) nicht. Als weitere Krisenmaßnahme steht ebenso die Schließung deutscher VW-Standorte im Raum. Hier fordert eine Mehrheit von 69 Prozent von der Landesregierung als großem VW-Anteilseigner, gemeinsam mit dem Betriebsrat Werksschließungen zu verhindern.
Außerdem finden Sie im aktuellen NiedersachsenTREND folgende Themen:
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- Weiter deutlicher Popularitätsvorsprung des Ministerpräsidenten
- Sonntagsfrage Landtagswahl: SPD-Rückstand auf CDU gewachsen
Wahlberechtigte in Niedersachsen
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31. Oktober bis 06. November 2024
2 Prozentpunkte bei einem Anteilswert von 10 Prozent
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