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ARD-DeutschlandTREND: Europa

Mai 2014

Mehrheit sieht  EU-Erweiterung der letzten 10 Jahre kritisch

Mehrheit sieht EU-Erweiterung der letzten 10 Jahre kritisch

EU-Aufnahme weiterer Staaten?

EU-Aufnahme weiterer Staaten?

Sonntagsfrage Europawahl: Union weiter klar stärkste Kraft

Sonntagsfrage Europawahl: Union weiter klar stärkste Kraft

Sonntagsfrage Europawahl

Sonntagsfrage Europawahl

Direktwahl EU-Kommissionspräsident: Schulz knapp vor Juncker

Direktwahl EU-Kommissionspräsident: Schulz knapp vor Juncker

Mehrheit sieht  EU-Erweiterung der letzten 10 Jahre kritisch

Mehrheit sieht EU-Erweiterung der letzten 10 Jahre kritisch

EU-Aufnahme weiterer Staaten?

EU-Aufnahme weiterer Staaten?

Sonntagsfrage Europawahl: Union weiter klar stärkste Kraft

Sonntagsfrage Europawahl: Union weiter klar stärkste Kraft

Sonntagsfrage Europawahl

Sonntagsfrage Europawahl

Direktwahl EU-Kommissionspräsident: Schulz knapp vor Juncker

Direktwahl EU-Kommissionspräsident: Schulz knapp vor Juncker

Mehrheit sieht  EU-Erweiterung der letzten 10 Jahre kritisch

In den vergangenen zehn Jahren hat die Europäische Union ihre Mitgliederzahl um 13 zusätzliche Länder vor allem aus dem osteuropäischen Raum auf insgesamt 28 Staaten erweitert. Rückblickend sieht die Mehrheit von 56 Prozent der Deutschen diese Erweiterung negativ. Demgegenüber halten 38 Prozent die Erweiterung der EU seit 2004 für eine gute Sache.

Innerhalb der Parteianhängerschaften fällt unter den AfD-Anhängern die Ablehnung der EU-Erweiterung mit 88 Prozent besonders hoch aus. Die Wähler der Grünen halten hingegen die Neuaufnahme dieser 13 Länder mehrheitlich (54 Prozent), aus heutiger Sicht für richtig. Überwiegend skeptisch äußern sich die Anhänger der Union (57 Prozent), während die Meinungen im Lager der SPD mit 44 Prozent positiven und 49 Prozent kritischen Meinungen eher ambivalent ausfallen.

Die kritische Bewertung der bisherigen Osterweiterung der EU ist aber nicht gleichbedeutend mit einer Absage an jegliche künftige Aufnahme neuer Mitglieder. Einer zukünftigen Erweiterung der Europäischen Union steht die deutsche Bevölkerung grundsätzlich sogar eindeutig positiv gegenüber - vorausgesetzt die betreffenden Staaten erfüllen die wirtschaftlichen und politischen Bedingungen: Zwei Drittel (64 Prozent) befürworten unter diesen Bedingungen die Aufnahme weiterer Länder, jeder Dritte (34 Prozent) lehnt dies ab.

Deutliche Mehrheiten für eine erneute Erweiterung der EU finden sich in den Anhängerschaften aller Parteien, mit Ausnahme der Wähler der AfD, die zu 47 Prozent eine Aufnahme weiterer Länder befürworten, sie aber in gleichem Maße (46 Prozent) ablehnen.

 

Sonntagsfrage Europawahl: Union weiter klar stärkste Kraft

Vier Wochen vor der Entscheidung über die Vergabe der 96 deutschen Mandate ist die Union nach wie vor mit Abstand stärkste Kraft. Wäre die Europawahl bereits am nächsten Sonntag, würden sich 39 Prozent der Wählerinnen und Wähler für die CDU/CSU entscheiden, ein leichtes Minus von 1 Punkt im Vergleich zum Vormonat. Die Sozialdemokraten liegen mit 27 Prozent deutlich dahinter (-1). Während der Stimmenanteil für die Grünen (9 Prozent) und die Alternative für Deutschland (6 Prozent) stabil bleibt, können die Linke (8 Prozent, +1) und auch die FDP (4 Prozent, +1) leicht zulegen.

Alle anderen Parteien würden zusammen genommen 7 Prozent der Wählerstimmen erreichen (+/-0). Mit der Aufhebung der Sperrklausel für die Europawahl haben Parteien mit einem Stimmenanteil von 1 Prozent oder darunter Chancen auf einen Sitz im Europaparlament. Im DeutschlandTREND werden Parteien unter 3 Prozent nicht ausgewiesen, wenn sie nicht im Parlament vertreten sind. Dies hat im Wesentlichen zwei Gründe: Erstens ist der Rundungsfehler für kleine Parteien erheblich: Ein Anteil von 0,51 Prozent würde ebenso auf 1 Prozent gerundet wie ein Anteil von 1,49 Prozent. Zweitens gilt für die meisten nicht im Parlament vertretenen Parteien, dass sie üblicherweise erst unmittelbar vor der Wahl die Aufmerksamkeit der Wähler erreichen und mobilisieren können.

Die Sonntagsfrage misst aktuelle Wahlneigungen und nicht tatsächliches Wahlverhalten. Sie ermittelt einen Zwischenstand im Meinungsbildungsprozess der Wahlbevölkerung, der erst am Wahlsonntag abgeschlossen ist. Rückschlüsse auf den Wahlausgang sind damit nur bedingt möglich. Viele Wähler legen sich kurzfristig vor einer Wahl fest. Eine große Bedeutung hat zudem der Wahlkampf mit der gezielten Ansprache von unentschlossenen und taktischen Wählern.

 

 

Direktwahl EU-Kommissionspräsident: Schulz knapp vor Juncker

Für die Ende Mai anstehende Europawahl bewerben sich erstmals Spitzenkandidaten um das Amt des Präsidenten der Europäischen Kommission. Könnten die Deutschen den EU-Kommissionspräsidenten direkt wählen, würden sie sich eher für den Spitzenkandidaten der europäischen Sozialdemokraten als für seinen Kontrahenten von den Konservativen entscheiden: Martin Schulz bekäme wie im Vormonat 33 Prozent der Stimmen, der Luxemburger Jean-Claude Juncker könnte 25 Prozent (-4 Punkte) der Voten auf sich vereinen. Sieben Prozent können oder wollen sich für keinen der beiden entscheiden. Rund jedem vierten Deutschen (27 Prozent) ist weder Schulz noch Juncker bekannt.

In den letzten vier Wochen ist somit der Rückhalt Junckers bei den deutschen Wahlberechtigten etwas zurückgegangen. Der beginnende Wahlkampf hat – zumindest zum jetzigen Zeitpunkt - nicht zu einer Steigerung der Bekanntheit der beiden wichtigsten Kandidaten geführt.

Die Anhänger der Sozialdemokraten stehen mehrheitlich hinter ihrem europäischen Spitzenkandidaten Schulz. Gleiches gilt für die Anhänger der Grünen und der Linken. Der Kandidat der europäischen Konservativen Juncker würde von den Anhängern der Union die Mehrzahl der Stimmen bekommen. Auch in der AfD-Anhängerschaft würde sich eine Mehrheit für Juncker entscheiden, ein knappes Drittel jedoch für keinen der beiden Spitzenkandidaten.

Studieninformation

Grundgesamtheit:Wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren

Stichprobe:Repräsentative Zufallsauswahl/Dual Frame
(Relation Festnetz-/Mobilfunknummern 70:30)

Erhebungsverfahren:Computergestützte Telefoninterviews (CATI)

Fallzahl:1.003 Befragte
Sonntagsfrage: 1.600 Befragte


Erhebungszeitraum:28. bis 29. April 2014
Sonntagsfrage: 28. bis 29. April 2014

Schwankungsbreite:1,4* bis 3,1** Prozentpunkte
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%

Durchführendes Institut:infratest dimap