BerlinTREND Juni 2025
Repräsentative Studie im Auftrag des rbb
Senat bleibt unbeliebt, Linke in der Sonntagsfrage auf Platz Zwei
Seit mittlerweile gut zwei Jahren wird Berlin von Schwarz-Rot regiert. Auch der CDU-SPD-Senat hat die seit Jahren bestehende Kritik der Hauptstädter an den landespolitischen Verantwortlichen nicht ändern können. Weiterhin stellt nur ein Viertel der Berlinerinnen und Berliner der eigenen Landesregierung ein positives Zeugnis aus. Zugleich werden die Koalitionsspitzen nicht wesentlich besser bewertet. Etwa jeweils drei von zehn sind zufrieden mit der Arbeit des Regierenden Bürgermeisters Kai Wegner und seiner SPD-Stellvertreterin Franziska Giffey, die Hälfte übt Kritik. Antworten der Landespolitik werden an der Spree weiterhin vor allem für den Bereich Wohnen erwartet. Zu den aus Sicht der Wahlberechtigten drängendsten Problemen gehören aber ebenso Zuwanderung, Verkehr sowie Schule und Bildung.
Die auch im Bundesländervergleich nüchterne Bewertung von Landeskabinett und Regierungsspitze spiegelt sich in den aktuellen Parteipräferenzen der Hauptstädter. CDU und SPD wären bei einer Abgeordnetenhauswahl ohne eigene Mehrheit. Die CDU käme auf 25 Prozent (-2 zu November), die SPD auf 14 Prozent (+2). Von den Berliner Oppositionsparteien würde die Linke mit 19 Prozent (+13) am besten abschneiden, der höchste Sonntagsfragenwert für die Partei seit 2019. Die Grünen lägen bei 15 Prozent (-5) und damit an der Spree so schwach wie seit 2018 nicht mehr. Die AfD hätte 13 Prozent in Aussicht (-2). Das BSW käme auf 4 Prozent (-3). Alle übrigen Parteien würden zusammen 10 Prozent erzielen.
Wahlberechtigte Bevölkerung in Berlin
Zufallsbasierte Telefon- und Online-Befragung
1.148 Befragte
(674 Telefoninterviews und 474 Online-Interviews)
12. bis 16. Juni 2025
2 Prozentpunkte bei einem Anteilswert von 10%
3 Prozentpunkte bei einem Anteilswert von 50%
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