Rheinland-PfalzTREND Februar 2026

Repräsentative Studie im Auftrag des SWR

Sonntagsfrage Landtagswahl: CDU und SPD Kopf an Kopf

Dreieinhalb Wochen vor der Landtagswahl zeichnet sich in Rheinland-Pfalz ein noch engeres Rennen zwischen CDU und SPD ab als zuletzt. Die CDU gibt im Vergleich zu Januar einen Punkt ab und käme auf 28 Prozent. Die SPD unter Ministerpräsident Schweitzer kann sich im selben Umfang verbessern und würde mit derzeit 27 Prozent zur CDU aufschließen. Während sich die CDU damit etwa auf dem Niveau der letzten Landtagswahl (2021: 27,7 Prozent) bewegt, würde die SPD ihr Wahlergebnis von 2021 (35,7 Prozent) weiterhin verfehlen. 
Ihr letztes Landtagswahlergebnis (8,3 Prozent) mehr als verdoppeln würde die AfD, die 19 Prozent in Aussicht hätte (+1). Die Grünen kämen auf 9 Prozent (-1; 2021: 9,3 Prozent). Die Linke gibt zu Januar einen Punkt ab und hätte 5 Prozent in Aussicht. Ob es ihr gelingt, erstmals in den Mainzer Landtag einzuziehen, ist offen. Gleiches gilt für die Freien Wähler, die nach einem Plus von einem Punkt ebenfalls bei 5 Prozent lägen. Alle übrigen Parteien kämen zusammen auf 7 Prozent, darunter auch die bislang im Landtag vertretene FDP sowie das BSW.  

SPD geführte Landesregierung bevorzugt, Koalition aus SPD und CDU beliebter als Ampel oder Rot-Rot-Grün

In den letzten vier Wochen des Wahlkampfes hat sich an den Vorlieben der Rheinland-Pfälzer für die Führung der kommenden Landesregierung im Grundsatz nichts verändert: Ähnlich wie im Januar wünschen sich die Bürgerinnen und Bürger eher eine Landesregierung unter SPD- (35 Prozent; -2) als unter CDU-Führung (30 Prozent; -1). Jeder Fünfte (19 Prozent; +/-0) spricht sich für eine AfD-geführte Landesregierung aus. 
Unabhängig von der Frage der Regierungsführung findet eine Koalition aus SPD und CDU (39 Prozent) größeren Rückhalt als eine Fortsetzung der Ampelregierung (19 Prozent) oder ein Bündnis aus SPD, Grünen und Linken (20 Prozent), die jeweils nur ein Fünftel der Rheinland-Pfälzer als sehr gut oder gut bewertet. Der vergleichsweise geringe Rückhalt für eine Fortsetzung der Ampel spiegelt sich auch in einer nach wie vor verhaltenen Bewertung der Regierungsleistung. Wie im Januar sind 44 Prozent mit der Arbeit der Landesregierung zufrieden, jeder Zweite (50 Prozent) sieht das Mainzer Kabinett kritisch. An die Zufriedenheitswerte im Vorfeld der letzten Landtagswahl kann die Ampel nicht anknüpfen (2021: 57:41 Prozent). 

Direktwahl Ministerpräsident: Schweitzer vor Schnieder und Bollinger

Personell ist die SPD mit dem amtierenden Ministerpräsidenten Alexander Schweitzer besser aufgestellt als die politischen Wettbewerber. Wenn die Wahlberechtigten in Rheinland-Pfalz ihren Ministerpräsidenten direkt wählen könnten, würden sich unverändert 34 Prozent für den Amtsinhaber Alexander Schweitzer entscheiden. Gordon Schnieder, CDU-Spitzenkandidat, bevorzugen 17 Prozent (+3), 7 Prozent (-1) den AfD-Spitzenkandidaten Jan Bollinger. Vier von zehn Wahlberechtigte (42 Prozent) können oder wollen sich für keinen der Kandidaten entscheiden.

Die sozialdemokratischen Anhänger sind zu weiten Teilen (84 Prozent) von Alexander Schweitzer überzeugt. Gordon Schnieder entfaltet im Lager der CDU geringere Zugkraft: 57 Prozent der CDU-Anhänger würden sich für ihn entscheiden, immerhin 22 Prozent aber dem SPD-Ministerpräsidenten den Vorzug geben. In der AfD-Anhängerschaft würden sich 29 Prozent für den eigenen Kandidaten entscheiden, eine Mehrheit kann oder will sich in dieser Frage nicht äußern. 

Lösung der wichtigsten Probleme: SPD verliert leicht, CDU deutlicher an Sachvertrauen

Das Vertrauen in die rheinland-pfälzischen Parteien zur Lösung der wichtigsten Probleme ist kurz vor der Landtagswahl insgesamt schwach ausgeprägt. Aktuell setzt ein Fünftel (20 Prozent) bei der Lösung der wichtigsten Aufgaben auf die SPD (-2). Die Christdemokraten bekommen nach einem Minus von 5 Punkten ebenfalls von einem Fünftel der Bürger (21 Prozent) sachpolitisches Vertrauen entgegengebracht. Der AfD traut unverändert jeder Siebte (15 Prozent) am ehesten die Lösung der wichtigsten Landesaufgaben in Rheinland-Pfalz zu. Bei den Grünen sehen wie im Januar 5 Prozent die Landesaufgaben in guten Händen. Ein gutes Viertel (27 Prozent +6) der Wahlberechtigen ist der Meinung, dass keine der Parteien die wichtigen Aufgaben im Bundesland wirkungsvoll anpacken kann.

Rheinland-Pfalz

Sonntagsfrage

Übersicht & Zeitverlauf

Studieninformation
Grundgesamtheit

Wahlberechtigte in Rheinland-Pfalz

Erhebungsmethode

Zufallsbasierte Telefon- und Online Befragung

Fallzahl

1.158 Befragte
(680 Telefoninterviews und 478 Online-Interviews)

Erhebungszeitraum

19. bis 24. Februar 2026

Schwankungsbreite

2 Prozentpunkte bei einem Anteilswert von 10 Prozent
3 Prozentpunkte bei einem Anteilswert von 50 Prozent

© infratest dimap

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