Rheinland-PfalzTREND Januar 2026

Repräsentative Studie im Auftrag des SWR

Sonntagsfrage Landtagswahl: CDU weiter vorn, SPD holt auf

Zwei Monate vor der Landtagswahl zeichnen sich in Rheinland-Pfalz etwas engere Kräfteverhältnisse ab als zuletzt. Die CDU erzielt in der Sonntagsfrage zwar wie im Oktober 29 Prozent (+/-0) und läge bei einer aktuellen Wahl vorn. Die SPD unter Ministerpräsident Schweitzer verringert jedoch ihren Rückstand. Sie verbessert sich zum Herbst um 3 Punkte und hätte aktuell 26 Prozent in Aussicht. Während sich die CDU damit etwa auf dem Niveau der letzten Landtagswahl (2021: 27,7 Prozent) bewegt, würde die SPD ihr Wahlergebnis von 2021 (35,7 Prozent) weiterhin deutlich verfehlen.

Ihr letztes Landtagswahlergebnis (8,3 Prozent) mehr als verdoppeln könnte die AfD, die derzeit auf 18 Prozent (-1 zu Oktober) käme. Die Grünen folgen mit deutlichem Rückstand und unverändert 10 Prozent (2021: 9,3 Prozent). Während die Linke mit 6 Prozent (+/-0) weiter in Aussicht hätte, erstmals in den Mainzer Landtag einzuziehen, würden die Freien Wähler mit 4 Prozent (+/-0) aktuell an der Mandatsschwelle scheitern. Alle übrigen Parteien kämen auf 7 Prozent, darunter auch die bislang im Landtag vertretene FDP sowie das BSW. 

Nächste Landesregierung: eher SPD- als CDU-geführtes Kabinett gewünscht, kaum Rückhalt für Regierung unter AfD-Führung

Auch wenn die CDU derzeit in der Sonntagsfrage vorne liegt, favorisieren die Rheinland-Pfälzer für die kommenden fünf Jahre eher eine Landesregierung unter SPD- als unter CDU-Führung: 37 Prozent sind dafür, dass die SPD die Regierungsspitze stellt, drei von zehn (31 Prozent) präferieren hingegen ein CDU-geführtes Kabinett. 19 Prozent wünschen sich die AfD an der Spitze der Landesregierung.

Die Zustimmung zur Arbeit der Mainzer Koalition aus SPD, FDP und Grünen lässt gegenüber dem Herbst nach und fällt geringer aus als bei der letzten Landtagswahl (2021: 57:41 Prozent). Die knappe Hälfte der Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzer ist zufrieden mit der Regierungsleistung (44 Prozent, -5 zu Oktober), die andere Hälfte (50 Prozent; +4) unzufrieden. Auf eine mehrheitlich wohlwollende Bewertung stößt die Landesregierung bei den Anhängern der SPD (85:12 Prozent) sowie der mitregierenden Grünen (63:31 Prozent). Bei den Anhängern der CDU überwiegt die Kritik (43:54 Prozent), ebenso in den Reihen der Linken (37:51 Prozent). Die Anhänger der AfD gehen wie gehabt nahezu geschlossen auf Distanz zur Ampelregierung (9:91 Prozent).

Direktwahl Ministerpräsident: Schweitzer deutlich vor Schnieder, kaum Rückhalt für Bollinger

Die Sympathien zugunsten einer Fortführung SPD-geführter Landesregierungen ist im Bundesland nicht zuletzt personell gestützt. Wenn die Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzer ihren Ministerpräsidenten direkt wählen könnten, würden sich 34 Prozent für den Amtsinhaber Alexander Schweitzer entscheiden. 14 Prozent präferieren den CDU-Landes- und Fraktionsvorsitzenden Gordon Schnieder, 8 Prozent den AfD-Spitzenkandidaten Jan Bollinger. Fast die Hälfte (44 Prozent) kann oder will sich in dieser Frage jedoch nicht positionieren.

Während Alexander Schweitzer die sozialdemokratischen Anhänger mehrheitlich (77 Prozent) überzeugt, sprechen sich nur 44 Prozent der CDU-Anhänger für Gordon Schnieder aus. Von den AfD-Anhängern favorisieren lediglich 34 Prozent den eigenen Kandidaten, die Hälfte von ihnen kann sich in dieser Frage nicht äußern. 

Außerdem im aktuellen Rheinland-PfalzTREND:

  • Wichtigste Probleme: Bildung verdrängt Zuwanderung
  • Parteikompetenzen: CDU mit sachpolitischen Vorteilen

Rheinland-Pfalz

Sonntagsfrage

Übersicht & Zeitverlauf

Studieninformation
Grundgesamtheit

Wahlberechtigte in Rheinland-Pfalz

Erhebungsmethode

Zufallsbasierte Telefon- und Online Befragung

Fallzahl

1.151 Befragte
(679 Telefoninterviews und 479 Online-Interviews)

Erhebungszeitraum

14. bis 20. Januar 2026

Schwankungsbreite

2 Prozentpunkte bei einem Anteilswert von 10 Prozent
3 Prozentpunkte bei einem Anteilswert von 50 Prozent

© infratest dimap

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