Rheinland-PfalzTREND März 2026
Repräsentative Studie im Auftrag der ARD
Sonntagsfrage zehn Tage vor der Landtagswahl: SPD und CDU weiter Kopf an Kopf
Am 22. März sind die Wahlberechtigten in Rheinland-Pfalz aufgerufen, über die Zusammensetzung des nächsten Landtages zu entscheiden. Die SPD käme bei einer Wahl zum jetzigen Zeitpunkt auf 28 Prozent, die CDU auf 29 Prozent. Die SPD, die seit 1991 den Ministerpräsidenten stellt, bliebe damit hinter ihrem Wahlergebnis von 2021 (35,7 Prozent) deutlich zurück und erstmals im Bundesland unter der 30 Prozent-Marke, die CDU läge etwas besser als zur letzten Landtagswahl (27,7 Prozent). Deutlich stärker als 2021 würde momentan die AfD abschließen. Mit 19 Prozent könnte sie ihr letztes Landtagswahlergebnis (8,3 Prozent) mehr als verdoppeln. Leicht schlechter als 2021 (9,3 Prozent) würden die Grünen mit momentan 8 Prozent abschneiden. Während anders als 2021 derzeit die FDP klar und die Freien Wähler mit 4,5 Prozent knapp an der Mandatsschwelle scheitern würden, läge der erstmalige Einzug der Linken mit 5 Prozent (2021: 2,5 Prozent) im Bereich des Möglichen.
Im Vergleich zum letzten Rheinland-PfalzTREND von vor zwei Wochen legen SPD (+1) und CDU (+1) jeweils leicht und zulasten von Grünen (-1) und Freien Wählern (-0,5) zu, während AfD und Linke in der Sonntagsfrage unverändert liegen.
Die aktuelle Sonntagsfrage ist die letzte Messung von Wahlabsichten durch infratest dimap vor der Landtagswahl. Bewegungen in den verbleibenden zehn Tagen sind damit nicht ausgeschlossen, Rückschlüsse von den über die Sonntagsfrage ermittelten Wahlneigungen auf das Wahlverhalten und den Ausgang der Wahl am 22. März somit nur begrenzt möglich. Jeder achte Wahlberechtigte (12 Prozent) gibt an, dass sich seine Parteipräferenz bis zum Wahltag noch ändern könnte. Für sieben von zehn Wahlberechtigten (73 Prozent) steht die Wahlentscheidung fest. Jeder Siebte (15 Prozent) tendiert zur Nichtwahl bzw. lässt bislang keine Neigung zu einer Partei erkennen.
Nächste Regierung: kein klares Wunschbild
Dem Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen SPD und CDU in der Sonntagsfrage entspricht ein unklares Wunschbild der rheinland-pfälzischen Wahlberechtigten zur zukünftigen Landesregierung. In der Entscheidung zwischen einer SPD-, CDU- oder AfD-geführten Landesregierung unterstützen 35 Prozent der Wahlberechtigten die Fortführung SPD-geführter Landesregierungen im Bundesland. Mit 32 Prozent favorisieren kaum minder viele einen CDU-Regierungswechsel, während sich 21 Prozent, weitgehend die AfD-Anhänger allein, für eine Koalition unter Führung der AfD aussprechen. In der Wahl zwischen einer SPD- und einer CDU-geführten Landesregierung setzt in Rheinland-Pfalz jeweils ein gutes Drittel auf eine SPD- bzw. CDU-geführte Staatskanzlei (36:36 Prozent).
Die Regierungspräferenzen vor fünf Jahren fielen eindeutiger zugunsten der SPD aus. Gut vier von zehn (44 Prozent) sprachen sich damals für eine SPD- und nur jeder Dritte (34 Prozent) für eine CDU-geführte Landesregierung aus. Zugleich fand die Regierungsarbeit der SPD-geführten Ampelkoalition 2021 (57:41 Prozent) deutlich größeren Zuspruch als aktuell (46:49 Prozent).
Personensympathien auf Seiten der SPD
Die Sympathien gegenüber den Spitzenkandidaten gehen in Rheinland-Pfalz dagegen erneut Richtung SPD. Ministerpräsident Alexander Schweitzer reicht mit einem Zuspruch von 44 Prozent an die Popularität von Malu Dreyer aus 2021 (66 Prozent) zwar bei weitem nicht heran, wird von den antretenden Spitzenkandidaten zur Landtagswahl allerdings mit Abstand am besten bewertet. Zum CDU-Herausforderer Gordon Schnieder äußert sich knapp jeder Vierte (23 Prozent) im Bundesland wohlwollend, zugleich tut sich jeder zweite Wahlberechtigte mit einem Urteil zu seiner Person schwer.
In der Entscheidung zwischen Schweitzer, Schnieder und Bollinger favorisieren 38 Prozent der rheinland-pfälzischen Wahlberechtigten den SPD-Politiker für das Ministerpräsidentenamt, 21 Prozent den CDU- und 8 Prozent den AfD-Politiker. Bei einer Wahl zwischen dem SPD- und dem CDU-Kandidaten ist Alexander Schweitzer mit 41 Prozent gegenüber Gordon Schnieder mit 23 Prozent im Urteil der Rheinland-Pfälzer ebenfalls im Vorteil. Aber auch hier gilt, dass 2021 die Personenpräferenzen deutlicher zugunsten der SPD ausfielen.
Wahlberechtigte in Rheinland-Pfalz
Zufallsbasierte Telefon- und Online Befragung
1.534 Befragte
(899 Telefoninterviews und 635 Online-Interviews)
09. bis 11. März 2026
2 Prozentpunkte bei einem Anteilswert von 10 Prozent
3 Prozentpunkte bei einem Anteilswert von 50 Prozent
© infratest dimap
@infratestdimap
Wissen, was Deutschland denkt.
Umfrageergebnisse von infratest dimap. Folgen Sie uns auf X.com































